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Mrz 08

Après-Ski-Party stand kurz vor der Absage

Feiern, bis der Boden bebt

HendrikHahnekamp(Mitte), Claudius Kipp (4. v. l.)und ihre Kumpels von der Oerlinghauser Feuerwehr sind offenbar nur wegendemBier da.

Einige Gäste von der Oerlinghauser Feuerwehr sind offenbar nur wegen dem Bier da.

„Die Stimmung hier ist echt super“, sagt Kathrin und bewegt ihre Hüfte leicht zur Musik. Zum ersten Mal ist die Bielefelderin auf der Après-Ski-Party der Oerlinghauser Schützengesellschaft zu Gast und bringt gemeinsam mit rund 1.150 ausgelassen feiernden Menschen das Festzelt auf dem Schützenplatz am Steinbült zum Beben.

Von ihren Freunden hatte sie gehört, dass die Hütten-Gaudi einfach toll sein soll und sich diesmal eine Eintrittskarte besorgen lassen. „Die haben nicht zuviel versprochen“, sagt Kathrin.

Dabei hätten Kathrin und alle anderen Ticketinhaber der in nur zehn Tagen ( so schnell wie noch nie) ausverkauften und schon Kult-Status genießenden Feier beinahe vor verschlossenen Toren gestanden. Mit dem vielen Schneefall hatte Petrus zwar auch wettertechnisch für das Flair einer richtigen Après-Ski-Party gesorgt. Die Last der weißen Flocken hatten jedoch die Dachplane und die Querverstrebungen des Festzeltes derart zum Ächzen gebracht, dass unter diesen Bedingungen nicht an eine Veranstaltung zu denken gewesen wäre. „Zusammen mit der Feuerwehr und einigen Helfern haben wir das Zeltdach vom Schnee befreit“, sagt Hauptorganisator Ernst Möller. Sieben Stunden habe die Aktion gedauert. „Erst kurz vor 18 Uhr waren wir fertig“, sagt Möller, der sich die Sicherheit des Zeltes vom Verleiher anschließend noch einmal bestätigen ließ.

Somit stand dem um 20 Uhr beginnenden Party-Spaß nichts mehr im Wege. Die vielen Gäste wurden von fleißigen Schützen an den Theken, den Mädels der „Willi-Bar“ und den Küchenbesatzungen mit Joachim Klostermeyer und Ditmar Gnaß an der Spitze mit kühlen Getränken und herzhaften Stärkungen versorgt. Die richtige Hütten-Musik brachte das Bora-Disko-Team mit, das mit unzähligen Hits, wummernden Bässen und Party-Beleuchtung die ausgelassen feiernde Meute in Bewegung versetzte.

Selbst wer sich nicht direkt ins Getümmel auf der Tanzfläche stürzen wollte, kam nicht umhin, sich ein wenig zu bewegen. „Durch die Musik und die vielen tanzenden Leute bebt hier der Boden“, sagt Kathrin, die sich mit ihrem Freunden um einen Stehtisch am Rand der Tanzfläche versammelt hat und das bunte Treiben beobachtet. Obwohl der Abend noch lange nicht vorbei ist, steht für sie bereits fest, dass es nicht ihre letzte Après-Ski-Party in Oerlinghausen sein wird. „Nächstes Jahr komme ich wieder“, sagt Kathrin. „Da bin ich mir sicher.“

Quelle: Neue Westfälische