Der „Held der Arbeit“ tritt ins zweite Glied

Zuletzt aktualisiert am 18. Juni 2026

Er hat ein Faible für motorisierte Fahrzeuge und Großgerät jedweder Art, wacht über die Schlüssel des Schützenplatzes besser als der Sicherheitstrupp von Fort Knox über die US-amerikanischen Goldreserven und ist immer da, wenn man ihn braucht: Seit Jahrzehnten gehört Ihno Zimmermann zu den prägenden Mitgliedern der Oerlinghauser Schützengesellschaft. Seit 13 Jahren gestaltet er als Spieß der 4. Kompanie das Vereinsleben mit wie kaum ein anderer – nun wird er seine gelbe Kordel in jüngere Hände weitergeben.

Bei der letzten Unteroffiziersversammlung vor dem Kinderschützenfest am 28. Juni und dem Schützenfest (4. bis 6. Juli) wurde der Amtswechsel in Gang gesetzt, der beim Antreten zum großen Festmarsch am Schützenfestsonntag, 5. Juli, 14 Uhr, auf dem Rathausplatz offiziell vollzogen wird. An dem Tag geht die Spieß-Kordel an seinen Nachfolger Niklas Kramer über. Ein erster Schritt des geplanten Generationenwechsels in der Führungsspitze des Unteroffizierskorps der Oerlinghauser Schützen. Denn in den folgenden Jahren werden auch Markus Höhne (Uffz-Vorsitzender und Spieß der 1. Kompanie), Thorsten Kerkhoff (Spieß der 3. Kompanie) und Raphael Peters (Spieß der 2. Kompanie) nach und nach ihre Aufgaben an jüngere Mitglieder abgeben. Ihno Zimmermann macht nun den Anfang.

Der „Sachsenkönig“ stammt aus der Nähe von Dresden, war in den 1990er Jahren der Liebe zu seiner Frau Irene wegen in Oerlinghausen gelandet – und engagiert sich seitdem in der Schützengesellschaft. Der 55-Jährige war 1997 Schützenkönig, 2000 Kreiskönig und 2005 Bierkönig sowie an allerlei Aktionen beteiligt – oder das Ziel des ein oder anderen Schabernacks. Nur ein Beispiel: Als damaliger Verwalter des Ceweco-Hauses richtete die Vümfte Kompanie am Schützenfestmontag 2018 das erste ostwestfälisch-lippische DDR-Museum im Ceweco-Gebäude ein – mit echten Ostblock-Devotionalien sowie NVA-Sicherheitstrupp. Vor Ort bekam Zimmermann sogar den Orden „Held der Arbeit“ verliehen.

Dass an diesem Titel durchaus etwas dran ist, stellte Markus Höhne jüngst klar: „Ihno packt immer mit an, organisiert Lkw und anderes Großgerät zu den Arbeitseinsätzen und ist mit Herzblut dabei“, lobt Markus Höhne seinen Schützenbruder bei der Unteroffiziersversammlung. „Zum Glück wird er uns mit diesem Engagement weiter erhalten bleiben, auch wenn er als Spieß nicht mehr ‚in der ersten Reihe stehen wird“, freut sich Höhne. Als Dank überreichte er ihm den ersten Goldenen Spieß-Coin, den Zimmermann unter großem Applaus der Versammlung entgegennahm.

Unter dem Applaus des Unteroffizierskorps der Oerlinghauser Schützen nimmt Ihno Zimmermann (2.v.l.) Blumen und den neuen Spieß-Coin von Raphael Peters (l.), Thorsten Kerkhoff (r.) und Uffz-Chef Markus Höhne entgegen.

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