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Jul 02

SCHÜTZEN-SPLITTER

  • Vorbereitung ist das halbe Leben. Laut Insider-Informationen nutzen die Führungskader der MSKK seit Wochen den Hausputz, um schon einmal den Umgang mit ihren Kostümen für ihre Show am Montagmorgen zu proben. Angeblich erledigen einige Mitglieder der Mobilen-Schützen-Katastrophen-Kolonne das Staubsaugen nur noch auf Stöckelschuhen, um auf der Bühne nicht ins Stolpern zu gelangen.
  • ´Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Major Peter Meier wird in den Schützenfesttagen bestimmt noch mehrfach auf seinen Fauxpas nach der Kranzniederlegung einen Tag vor dem Kinderschützenfest angesprochen werden. Nach dem Ende der Zeremonie hatte er dem unterhalb der Alexanderkirche angetretenen Bataillon „Links um!“ befohlen und die Schützen damit genau in die falsche Richtung zum Abmarsch gestellt. Die meisten Schützen verweigerten aber den Befehl des Majors und drehten sich wie üblich.
  • Sturmtief „Robin“. Erst ein knappes Jahr ist Markus Höhne Mitglied der Oerlinghauser Tönsbergwacht. Bei seiner Premiere beim Bergwachtschießen schoss er vor wenigen Wochen prompt den Adler ab. Allerdings bekam Höhne dabei unfreiwillige Unterstützung des Sturmtiefs „Robin“.
  • Mühevolle Kleinarbeit. Das Offizierskorps hat sich mittags vor dem Kinderschützen getroffen, um auf der großen Treppe auf dem Schützenplatz ein neues Gruppenfoto der aktuellen Offiziere zu machen. Dabei erwiesen sich die langen Fasanenfedern an den Hüten der Grauröcke als wahres Hindernis.
  • In mühevoller Kleinarbeit manövrierte der 2. Vorsitzende und Fotograf Kristian Hoffmann die aufgestellten Schützen nach links und nach rechts, bis keine Feder mehr irgendein Gesicht verdeckte. Nun mussten nur noch vereinzelte Windböen abgewartet werden, bis die Fotos geschossen werden konnten.
  • Vorgezogene Befehlsausgabe. Unmittelbar nach dem Ende der Fotosession des Offizierskorps, zog Major Peter Meier kurzerhand die Ausgabe des Bataillonsbefehls vor. Eigentlich findet diese immer am späten Nachmittag des Kinderschützenfestes auf dem Feldherrenhügel statt. Da zu diesem Zeitpunkt aber das WM-Achtelfinalspiel zwischen Deutschland und England lief, wurde kurzfristig umdisponiert.
  • Trötende Tonspur. Die Unteroffiziere hatten beim Kinderschützenfest ihr technisches Geschick wieder einmal unter Beweis gestellt. Mit Unterstützung von DVB-T flimmerte fast an jeder Station einen Fernseher, um den deutschen Sieg gegen England verfolgen zu können. Nur am Ton müssen sie für künftige Ereignisse noch feilen. Ein gewisses Tröten der Tonspur war während des Spiels einfach nicht wegzubekommen.
  • Back to Thronadjutant. Da Daniel Schollmeyer offenbar Stammkunde in örtlichen Krankenhäusern ist und derzeit mit einem komplizierten Sprunggelenkbruch für das anstehende Schützenfest als Thronadjutant definitiv ausfällt, muss Claudius Blume noch einmal ran. Dieser sollte nach seiner Wahl zum Offizier eigentlich als Adjutant ausscheiden.

Quelle: Neue Westfälische